Architekturstudenten der Jade Hochschule verwandeln den Hager Zeppelinturm in einen Ort für Nachhaltigkeit, Innovation und Gemeinschaft.
Erlebe, wie aus Geschichte ein Raum für morgen entsteht.
01. PLATZ
"Energieturm Hage ETH" (6006)
Studenten der Jade Hochschule: Anna-Lena Abheiden, Jeremy Horstmann
Beurteilung der Preisrichter*Innen
Der cwTec-Zeppelinturm bleibt der eigenständige Baukörper – ablesbar, nach wie vor noch erkennbar als Solitär. Beinahe erst auf den zweiten Blick erkennt man die zweigeschossige Aufstockung, sie ist sehr diszipliniert in der Baumassenverteilung, wie selbstverständlich im gleichen Profil wie der Turm weiterentwickelt – dennoch durch Materialwechsel erkennbar abgesetzt.
Im Inneren des Turms überzeugt die sinnvolle Schichtung der angebotenen Nutzungen: Öffentliche Angebote für Mitarbeiter und Besucher im EG, in den beiden Obergeschossen ist eine barrierefreie gut geschnittene Betreiber- bzw. Gästewohnung als Maisonette entwickelt, ein eingeschobenes Energielabor befindet sich über dem vorhandenen Technikgeschoss, so dass schlussendlich die darüber befindliche Aussichtsplattform die erforderliche Höhe für den angestrebten und erhofften Ausblick erhält.
Die Fassadengestaltung – besser Fassadenbehandlung – ist ebenso unprätentiös wie sensibel und zurückhaltend, die Charakteristik der vorhandenen Materialien wurde in hohem Maße bewahrt, es gibt erfreulicherweise kaum erkennbare Überarbeitungen der Außenflächen, die Ursprünglichkeit ist Thema, alle baulichen Ergänzungen sind sehr subtil, sinnvoll und gestalterisch wie konstruktiv gut integriert.
Die durchgängige Treppe wird als eigenständiges, beinahe skulpturales Element entwickelt, beeindruckend ist, wie selbstverständlich die unterschiedlichen Geschosshöhen bewältigt wurden – auch im Sinne der Unternehmensphilosophie ein überaus gelungenes Design.
Aus Bauherrensicht sind die Potentiale für alle technischen Installationen und energetisch wirksamen Maßnahmen zwar angedeutet und erkennbar, sind aber deutlich weiter zu entwickeln und noch stärker zu intensivieren.
Der Außenbereich ist überraschend konzipiert: Als ein wichtiges und gut nutzbares Zwischenelement nördlich des Turms, südlich der in Ost-West-Richtung angeordneten neuen Halle, wird ein kleiner Biergarten unter einer Pergola gesehen, ideal positioniert zwischen Kaminzimmer und Mitarbeiterraum.
Ein Entwurf, der den besonderen Erwartungen des Auslobers in hohem Maße entspricht und nicht nur für den Bauherrn, sondern auch für Hage eine attraktive Entwicklungsmöglichkeit für die nahe Zukunft aufzeigt.
02.-1 Platz
"Absprung" (6004)
Studenten der Jade Hochschule: Anna Sievers, Noelle-Sophie Solga
Beurteilung der Preisrichter*Innen
Der Entwurf zeichnet sich in erster Linie durch seinen stark differenzierten und mutigen wie gleichzeitig bewahrenden Umgang mit dem Bestand aus. Die ergänzenden Elemente werden selbstbewusst und gut proportioniert in den Bestand eingefügt. Das Treppenhaus wahrt einen respektvollen Abstand zum Bestand und überzeichnet den Turm nicht, sondern inszeniert ihn durch den Skywalk. Das Treppenhaus bleibt durch seine transparente Konstruktion filigran und verdeutlicht den technischen Fokus des Auftraggebers und seine Philosophie.
Der Auftraggeber stellt hier die innovative Idee dieses Entwurfs das Alte mit dem Neuen zu verbinden hervor, was der DNA der Firma entspricht. Die neue anschließende Halle überbaut einen alten Bestand und integriert somit auch hier Alt mit Neu. Die Wohnung über 2 Geschosse mit dem Entfernen der Zwischendecke und mit dem multifunktionalem Möbelmodul ist ein sehr starkes Element, das ebenfalls mutig und konsequent in den Bestand eingefügt wurde. Die Inszenierung des Wassertanks und die Möglichkeit das Geschoss zu begehen, ehrt die ursprüngliche Funktion. Wünschenswert wäre noch eine intensivere Auseinandersetzung mit der grundlegenden Haustechnik und die Darstellung der Energiekonzepte.
Die mutige Ausarbeitung des Entwurfs und das konsequente Konzept im Umgang mit dem Bestand überzeugen und sind aus wirtschaftlicher und konstruktiver Sicht vertretbar.
02.-2 PLATZ
"Durchblick Hage" (6003)
Studenten der Jade Hochschule: Lena Horchler, Thore Pahl, Niklas Kathe
Beurteilung der Preisrichter*Innen
Die Verfasser nutzen geschickt eine transluzente, besser transparente Fassade zur Einhausung des historischen Zeppelin-Turms. Der Turm wird somit vielfältiger nutzbar, behält sein rustikales Erscheinungsbild und ist gleichzeitig vor Witterungseinflüssen geschützt. Der so entstandene Zwischenraum bildet eine Nutzungs- und Einschließungszone von hoher Qualität.
Die raumgroßen neuen Fensterflächen erlauben interessante Blicke auf das Firmengelände von cwTec. Das Wechselspiel von Verbergen und Öffnen ist geschickt gewählt.
Eine energetisch sinnvolle Nutzung des Wasserbehälters im dritten Obergeschoss wurde leider ausgeschlossen, doch dadurch entstand Platz für eine attraktive Maisonette-Wohnung. Auch der Treppenaufgang zur Aussichtsterrasse ist ein Erlebnis. Der zylindrische Fahrstuhlschacht ist technisch schlank und bildet das Fundament für eine Windkraftanlage.
Insgesamt eine sehr zeitgemäße Einhausung des Zeppelin-Turms, verstärkt durch geschickte Außenbeleuchtung.
02.-3 PLATZ
"Panoramatank" (6010)
Studenten der Jade Hochschule: Titus Dannen, Benthe Ewen
Beurteilung der Preisrichter*Innen
Die Verfasser haben den Erschließungsneubau vom Bestand respektvoll getrennt. Die Erschließungszone wirkt durch den außenliegenden Fahrstuhlschacht und die Abrundungen eigenständig, ohne das Aussehen des vorhandenen Turms zu stören. Positiv ist die interne Erschließung im zweiten und dritten Obergeschoss in der Achse des Außenwegslaufes sowie die Trennung von Verkehrs- und Funktionsflächen.
Das Flugdach mit dem darunter angeordneten gläsernen Raum beeinträchtigt die gewohnte Kubatur des Turmes nicht, sondern intensiviert seinen Eindruck. Neue Öffnungen in der Fassade werden bewusst durch unregelmäßige Laibungen sichtbar gemacht.
Das Erdgeschoss wird ohne größere Eingriffe in die Bausubstanz für Besucher nutzbar gemacht.
Die Verfasser schlagen vor, einen möglichen Neubau vom Turm abzusetzen, damit dieser eigenständig wahrgenommen werden kann.
Qualifizierter Ankauf
"Drumherum" (6001)
Studenten der Jade Hochschule: Theresa Vagelpohl, Pia Wieborg
01. Ankauf
"TecTurm Hage" (6002)
Studenten der Jade Hochschule: Pia Hielscher, Maira Sieve, Jesco Kreinsen
02. Ankauf
"Turm+" (6005)
02. Ankauf
Studenten der Jade Hochschule: Jannik Schoen
03. Ankauf
"Windblick" (6007)
Studenten der Jade Hochschule: Nataliia Moshenets
04. Ankauf
"Neugestaltung des Zeppelinturms" (6008)
„Neugestaltung des Zeppelinturms“ (6008)
Studenten der Jade Hochschule: Timke Penning, Leonie Weckendrup
05. Ankauf
"Kontinuturm" (6009)
Studenten der Jade Hochschule: Joshua Grüne, Mathis Heibült
